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 Midi - Sync Timingprobleme Antwort und Lösung 
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Amigo
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Joined: Tue Feb 14, 2012 5:11 pm
Posts: 583
Post Midi - Sync Timingprobleme Antwort und Lösung
Seit ich nun auch ein Nutzer von Sync gesteuerten Geräten bin stieß ich auf das zum Teil bekannte Leid, dass mir Geräte aus dem Takt liefen. Mit Vorliebe leider die Geräte, welche mit Sync angesteuerrt werden.

War recht kaotisch, weil ich durch herumexperimentieren auch dahinter kam, dass sich dieses Problem zu einem bestimmten Grad besserte als ich die Audio Buffer niedriger stellte. War aber auch in keinster weise eine Lösung.
Klar wurde mir auch sehr schnell, dass dieses Problem nicht von einem meiner Hardwaregeräten kommt sondern tatsächlich entweder ein PC-Problem oder ein Audio Interface-Problem sein muss. Nur Audio hat mit Midi nichts zu tun, warum verhält sich alles so merkwürdig?
Bei mir war der PC immer Master. <<< jetzt bin ich dahinter gekommen, dass das doch nicht das Gelbe vom Ei ist. ;)

Wohl gemerkt, ich stand das erste mal vor diesem Problem. Das einzige was oft bei mir versetzt rannte war die Clap vom MFB, und das ließ sich mit einer leichten verschiebung, oder recorden und im sampler sequenzen schnell beheben.

Zum Schluss habe ich schon krampfhaft versucht dem PC ein bisschen etwas aus den Reserven zu locken, was aber auch nichts nutzte.

Am Rand der Verzweiflung angekommen (ist ja ned so, dass ich nicht eh nach Lösungen suchen würde oder einem Freund seine kostbare Zeit stehle :P ), sogar von der Klangfarbe ein anderes USB-Midi Interface gekauf, auch gleich ausgemacht (da auch die keine Antworten für mich hatten), dass ich es zurrück bringe falls sich mein Problem damit nicht beheben lässt, bin ich nun im Web fündig geworden nach Erklärung und Lösung.
Und ganz genial ist, dass die Erklärung sogar sehr logisch ist - wenn mans mal weiß.


Quote:
Warum Deine DAW keine optimale MIDI Clock ist

How sour sweet music is, when time is broke and no proportion kept!
William Shakespeare, 1595

Das genaue und stabile Zusammenspiel aller Komponenten im Studio ist für ein kreatives und produktives Arbeiten enorm wichtig. Sind bei dir auch schon einmal Geräte aus dem Takt gelaufen?

Mit DAWs als MIDI-Master hatte ich sehr oft starke Timing-Probleme. Die einzelnen Instrumente liefen selten bis nie tight zusammen. Mich hat eine permanent hinterherhinkende Off-Beat-Highhat wirklich fast an den Rand der Verzweiflung gebracht (eigentlich sogar darüber hinaus).
Als ich mich etwas umgehört habe, fand ich heraus, dass dies ein bekanntes Problem ist.

Doch woran liegt die Schwäche von DAWs in diesem Bereich? Das und die Lösung dazu erfährst du in diesem Blogpost.



Falls du beim Thema „MIDI“ noch Hilfe benötigst, lies am besten zuerst meinen Blog-Post dazu!


Warum gibt der Computer keine stabile MIDI Clock aus?



Schuld an der Miesere ist die Priorisierung der Computer-Architektur.

MIDI hat dort eine sehr niedrige Priorität und wird ganz zum Schluss berechnet. Deswegen ist die MIDI Clock aus einer DAW so ungenau (im Fachjargon: „mit Jitter behaftet“. Jitter ist kurzgesagt die Abweichung von einem Referenz-Wert).

Dafür gibt es glücklicherweise eine Lösung: Die Generierung einer MIDI Clock aus einem Audio-Signal.

Dabei empfängt ein solches Gerät das Audio-Signal von einem Mono-Ausgang Deiner Soundkarte. Da Audio in der Computer-Hierarchie eine sehr hohe Priorität geniesst, kann deine DAW so endlich eine stabile MIDI Clock liefern. In der Praxis legst du einfach das Plugin des Herstellers auf eine Spur in deiner DAW und routest diesen auf einen Ausgang deiner Soundkarte.

Meines Wissens gibt es für diese Lösung momentan 4 Hersteller auf dem Markt: S-N-D, E-RM, Expert-Sleepers und Innerclock-Systems.

Damit du einen Überblick über die Geräte bekommst, beschreibe ich sie Dir kurz:

Die ACME4 von S-N-D und die Multiclock von E-RM haben 4 getrennte MIDI-Outs und können die MIDI Clock entweder selbst (also als Standalone Gerät) oder über ein Audio-Signal generieren.
Acme 4

ACME-4

Expert-Sleepers ist eine Lösung aus Modulen für das Eurorack 500 Modular-System und ist nur in Verbindung mit einer DAW einzusetzen, genau wie die Lösungen von Innerclock-Systems.

Nach langem Überlegen und Recherchieren habe ich mich dann für die E-RM Multiclock entschieden.

Warum?

Falls du wie ich auch Live ohne Computer spielen möchtest, kommen nur die ACME4 oder die Multiclock in Frage (da sie wie gesagt auch ohne Computer eine Clock generieren können).
Beide haben 4 Kanäle, die einzeln gestartet und gestoppt werden können, und zwar im Takt. Ich finde das mega praktisch, denn das passiert unabhängig von der laufenden Master-Clock. Ausserdem können sie auch mit Geräten kommunizieren, die DYN-Sync oder CV benötigen. DYN-Sync ist ein alter Standart bei Roland Geräten, CV vor allem in der Modular-Welt zu finden.
Sowohl die Multiclock, alsauch die ACME4 haben einen USB-Anschluss. Die DAW Geräte erkennt sie als 4-Kanaliges MIDI-Interface. So kannst du direkt MIDI-Noten aus der DAW an deine Geräte schicken – äußerst komfortabel wie ich finde!
Die Software der beiden Geräte wurde übrigens vom gleichen Könner geschrieben.
Ansonsten unterscheiden sich die Geräte in einigen anderen Features und vor allem im Preis: Die Multiclock liegt um die 500 Euro, die ACME 4 um die 1000 Euro.

Inzwischen habe ich die Multiclock einige Wochen im Studio und Live getestet und bin wunschlos zufrieden.
Beispiel aus meinem Studio



Um dir einmal ein Bild davon zu geben, wie ein solches Setup aussehen kann, beschreibe ich hier kurz den Aufbau in meinem Studio:
Midi Signal Fluss

Midi Signal Fluss



Herz des MIDI-Netzwerks ist die Multiclock von E-RM. An ihr sind alle Geräte angeschlossen, die MIDI empfangen sollen. Bei einem Live-Act ohne Computer ist die Multiclock der Clock Generator, im Studio bekommt die Kiste die Clock über ein Audio-Signal aus der DAW (Ableton Live).

An den 4 Ausgängen der Multiclock hängen an Kanal 1 bis 3 Drum-Machines and Kanal 4 ein Hardware Sequencer und an diesem die Synthesizer (Da der Sequencer nur ein MIDI-OUT hat, wird dieses von einer Truhbox gesplittet).
Per USB ist die Multiclock mit meinem Rechner verbunden. Sie wird dort als 4-Kanaliges MIDI Interface erkannt. Somit kann ich MIDI-Noten nicht nur vom Hardware-Sequencer, sonder auch direkt aus der DAW an die Synths schicken. Ein Midi-Keyboard ergänzt das Setup. Dieses ist per USB mit meinem Rechner und per MIDI mit dem Sequencer verbunden. Da dieser nur einen MIDI-IN Eingang hat, aber neben den Noteninformationen des Keyboards auch das Clock-Signal der Multiclock empfangen soll, ist vor den MIDI-IN eine MIDI-Merger geschaltet.
Fazit



Mir hat die Anschaffung einer Jitter-freien MIDI Clock enorm viel gebracht. Sie erleichtert den Studio Alltag enorm. Endlich kann ich mich aufs musizieren konzentrieren und muss mich nicht mehr um das Synrchon-Halten konzentrieren. Auch das Aufnehmen der Synthesizer und Drum-Machines geht damit viel entspannter.
Ich habe allerdings auch Freunde, die ohne mit ihrem Timing im Studio sehr zufrieden sind. Es hängt offenbar von den Geräten ab, die verwendet werden. Je nach verwendetem MIDI-Interface treten die Timing-Schwankungen unterschiedlich stark auf. Die Midi-Schnittstellen der RME-Interfaces gelten zum Beispiel als sehr unpräzise.

Wie siehts bei dir aus? Hast du ähnliche Timing-Probleme wie ich? Oder läuft alles glatt? Teile deine Meinung mit uns in den Kommentaren!


Quelle: http://www.georgstuby.com/warum-deine-d ... clock-ist/

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Mon Jan 11, 2016 8:44 am
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Amigo
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Joined: Mon Dec 17, 2012 3:26 pm
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Post Re: Midi - Sync Timingprobleme Antwort und Lösung
Wir haben eh schon geschrieben, ganz kann ich deiner Lösung zwar ned folgen, nachdems technisch so eher unmöglich is, dass es was bewirkt. Es is find ich auch eher unwahrscheinlich, dass ein Hersteller, der für ein Produkt 850 Euro verlangt die software gratis anbietet, wenn die software schon das erledigt, wofür man eigentlich die dazugehörige hardware benötigt ^^

Zum eigentlichen Problem, ich habe mich mit den Produkten, die du gefunden hast ja schon länger beschäftigt (sync gen2, expert sleepers module), nachdem es auf dauer nervig ist, wenn man hybrid arbeitet und multitracked, dass man zwischen den unterschiedlichen Geräten unterschiedliche Latenzen hat. Das machts zum einen beim Jammen bisi uncool, wenn man zB noch software verwenden wird und die hardware hörbar hinten nach eiert, zum andren isses lästig, wenn man recordet und im nachhinein die spuren ins raster schieben muss. wenns dann noch ein wenig jittered, dann is sowieso fast unmöglich die spuren tight zu alignen.

Im Endeffekt gibts eben 2 Effekte: latenz und jitter. latenz beim clocken tritt auf, wenn ein gerät etwas länger braucht um die clock anzukurbeln, das startet dann etwas versetzt zu andren geräten. zB in meinem fall startet die 707 um ein paar ms früher als 606 und 303. der alpha juno wird über midi angesteuert, da hab ich bei mir noch eine höhere latenz, also der is im vergleich zur 707 am weitesten hinten nach, dazwischen is 303 und 606 (die sind beide ziemlich nah beisammen). beim jammen is das nervig, weil mas einfach teilweise mitbekommt (sind max 20 ms, hält sich halbwegs im rahmen, aber nachdem der alpha juno hauptsächlich pads spielt, fällts ned so auf, bei drums und so isses offensichtlicher). beim recorden isses ned so schlimm, weil mans dannach einfach grad rücken kann, bei 8 spuren is das in 1 minute erledigt.

jitter is etwas blöder, nachdems eben schwankungen sind. bei einer drum spur wärs zB so, dass bei einem standard 4 to the floor beat die erste kick um 1ms zu früh is, die 2 kick um a halbe zu spät, die 3 genau, die vierte wieder zu spät oder zu früh, also es is random mäßig. da hilft dann auch kein zurechtschieben mehr nachm recorden, außer man machts für jeden einzelnen drum hit extra ^^

wozu also die hardware und software die dafür entwickelt wurde? ich hab mich mit dem acme4, von dem du jetz die software verwendest, ned näher beschäftigt, kann aber zum sync gen2 und zu den expert sleepers bisi was sagen. das sync gen 2 is ein hardware kästchen, dass mit hilfe von einem audio signal, dass ausm computer kommt (soundkarten output) eine sample genaue clock generiert. midi hat eben wie du weißt in den heutigen rechnern eine niedrigere priorität, kann man auch nicht ändern (bei audio kann man ein wenig deixeln zB mit der einstellung hintergrunddienste haben priorität). Mithilfe von dem audiosignal wird eben dann die clock generiert und das hardware kasterl wandelts in midi clock / dinsync / trigger outs um. man kann damit also externe geräte samplegenau syncen, nachdem audio stabil läuft und auch keine probleme mit der prio hat. also es gibt keine probleme mit jitter. die latenz kann man mittels software umstellen, also man kann dann, so wie in meinem fall die 707 etwas verzögern, so dass sie gleichzeitig mit 606 und 303 startet, auf die art hat man dann eben a komplett tightes syncing, nachdem man die latenz ausgleichen kann unter den einzelnen geräten und nachdem keine schwankungen auftreten. die software bietet dann noch a paar nette zusatz funktionen, mann kann die geräte swingen lassen oder clock deviden und so weiter. expert sleepers funktioniert im endeffekt gleich, nur dass man bei expert sleepers noch die möglichkeit hat zusätzlich zu clock signalen auch midi befehle auszugeben, also man kann darüber auch externe synths sequencen, das funktioniert beim sync gen nicht.

hoffe, das hilft a bisi weiter fürs verständnis wie die kastln funktionieren und wofür sie gut sind :prost:

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Mon Jan 18, 2016 10:56 pm
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Amigo
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Joined: Tue Feb 14, 2012 5:11 pm
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Post Re: Midi - Sync Timingprobleme Antwort und Lösung
danke für die schöngeschriebene info
ja, ohne der hardware geht das leider doch nicht... adieu illusion!
:cry:

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Tue Jan 19, 2016 10:24 am
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